Retro-Wissen
Geschichte der Game Boy-Modelle
Wann kam welche Konsole raus – und was war jeweils neu? Von 1989 bis 2005 in der chronologischen Übersicht.
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Nintendo Game Boy (Classic)
Der Ur-Game Boy startete 1989 in Japan, ab 1990 auch in Europa – und machte tragbares Spielen zum Massenphänomen.
- Erstes erfolgreiches Handheld mit austauschbaren Spielmodulen (nicht fest verbunden wie bei Game & Watch)
- Dot-Matrix-Display mit 4 Graustufen – typischer grünlicher Look
- 8-Bit-Hardware, Stereo-Kopfhörerbuchse, Link-Kabel für Mehrspieler
- Legendäre Akkulaufzeit – oft 10–15 Stunden mit AA-Batterien
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Game Boy Pocket
Deutlich kompakter und leichter – Nintendo reagierte auf den Wunsch nach einem schlankeren Handheld.
- Ca. 30 % kleiner und leichter als das Original
- Echtes Schwarz-Weiß-Display statt grünlichem Dot-Matrix-Look
- Nur 2 AAA-Batterien – trotzdem mehrere Stunden Spielzeit
- Schärfere Darstellung, gleiche Spiele wie beim Classic (GB-Module)
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Game Boy Light
Kurz vor dem Game Boy Color erschien in Japan eine seltene Sonderedition – der erste Game Boy mit Beleuchtung.
- Eingebaute Hintergrundbeleuchtung – endlich im Dunkeln spielen
- Basiert auf dem Pocket-Format, ansonsten GB-kompatibel
- Nur in Japan erschienen – in Europa sehr selten
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Game Boy Color
Der große Sprung in die Farbe – und trotzdem abwärtskompatibel zu allen klassischen GB-Spielen.
- Farbiges Display (bis zu 56 Farben gleichzeitig)
- Abwärtskompatibel: alte GB-Spiele laufen (farbig eingefärbt oder in Graustufen)
- Etwas leistungsstärkerer Prozessor – eigene GBC-Spiele konnten mehr leisten
- Infrarot-Schnittstelle für Link-Funktionen bei manchen Spielen
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Game Boy Advance
Neue Generation: 32-Bit-Leistung, Querformat und ein deutlich größerer Bildschirm – GB und GBC liefen weiterhin mit.
- 32-Bit-Architektur – deutlich mehr Grafik- und Rechenleistung
- Querformat mit breiterem Display (240×160 Pixel)
- Abwärtskompatibel zu Game Boy & Game Boy Color (eingebauter GB-Prozessor)
- Neue, größere GBA-Spielmodule
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Game Boy Advance SP
Das Klapp-Design wurde zum Kult – und brachte endlich Licht ins Display plus Akku statt Wegwerf-Batterien.
- Klappbares Gehäuse – Display und Tasten geschützt in der Tasche
- Wiederaufladbarer Akku (Lithium-Ion)
- Frontbeleuchtung (spätere Modelle mit Hintergrundbeleuchtung)
- Gleiche GBA-Leistung wie das Original, beliebteste Advance-Variante
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Game Boy Micro
Nintendos kleinster Handheld – winzig, edel, aber nur noch für GBA-Spiele gedacht. Der letzte reine Game Boy.
- Extrem kompakt – das kleinste Modell der Reihe
- Hochwertiges Aluminium-Gehäuse, austauschbare Frontblenden
- Nur GBA-Spiele – keine Abwärtskompatibilität zu GB/GBC-Modulen
- Hintergrundbeleuchtetes Display, Kopfhörerbuchse
Und danach?
2004 startete mit dem Nintendo DS eine neue Ära (zwei Bildschirme, Touch, stärkere Hardware). Die klassische Game-Boy-Linie endete offiziell mit dem Micro – doch die Kultkonsolen von DMG bis GBA spielen bis heute eine große Rolle in der Retro-Szene.
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